Digitale Automatische Kupplungen
Im Schienengüter­verkehr

Pilotprojekt zur Demonstration, Erprobung und Zulassung der Digitalen Automatischen Kupplung (DAK) für den Schienen­güterverkehr

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Die Digitale Automatische Kupplung im Schienengüterverkehr:
Sechs europäische Partner bilden Konsortium • Start des Testprogramms Digitaler Automatischer Kupplungen

Das europäische Konsortium DAC4EU (=Digital Automatic Coupling for Europe) testet den Einsatz der Digitalen Automatischen Kupplung (DAK) im Schienengüterverkehr. Dafür haben sechs Unternehmen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Frankreich den Zuschlag für das Forschungsprojekt „DAK Demonstrator für den Schienengüterverkehr“ des deutschen Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) erhalten. Mitglieder des Konsortiums DAC4EU sind die Deutsche Bahn und ihre Tochter DB Cargo, die schweizerische und die österreichische Güterbahn SBB Cargo und Rail Cargo Austria sowie die Wagenhalter Ermewa, GATX Rail Europe und VTG. Das Forschungsprojekt wird vom BMVI mit rund 13 Mio. EUR finanziert und läuft von Juni 2020 bis Dezember 2022.

In Europa werden Güterwagen im Schienenverkehr bisher überwiegend mit Schraubenkupplungen per Hand gekuppelt. Mit einer DAK hingegen können Güterwagen automatisch gekuppelt werden, mitsamt ihrer Luftleitungen für die Bremsen und mitsamt Strom- und Datenleitung auf den Güterwagen. Durch die Ermöglichung einer durchgängigen Strom- und Datenleitung über alle Güterwagen ist die DAK ein wesentlicher Baustein für die Digitalisierung und Automatisierung des Schienengüterverkehrs. Weiterhin lassen sich durch den Einsatz der DAK die Infrastrukturkapazitäten deutlich erhöhen, weshalb die DAK als wichtiger Baustein zur Erreichung der europäischen Klimaziele gilt.

Nachdem im ersten Schritt 12 Güter- und Kesselwagen von DB Cargo und GATX mit Kupplungs-Prototypen verschiedener Hersteller ausgerüstet wurden, ist im Oktober nunmehr ein umfangreiches Testprogramm mit den Kupplungen begonnen worden. Jede Kupplung durchläuft dabei 440 Einzeltests, welche von Kuppelversuchen bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten bis hin zu Untersuchungen in der Klimakammer reicht.

Nach Beendigung der Tests werden die Testergebnisse dem European DAC Delivery Program (EDDP) übergeben und fließen in die Auswahlentscheidung des EDDP für ein Kupplungsdesign mit ein.

In der anschließenden Phase des Forschungsprojekts erfolgt durch das Konsortium DAC4EU die Betriebserprobung des vom EDDP ausgewählten Kupplungsdesigns in Deutschland, in der Schweiz und in Österreich und ggf. weiteren Ländern.

Ziel des DAK-Demonstrator-Pilotprojekts zur Demonstration, Erprobung und Zulassung der Digitalen Automatischen Kupplung (DAK) für den Schienengüterverkehr ist die Auswahl eines Kupplungsdesigns für eine europaweite flächendeckende Einführung vorzubereiten. Mit der DAK öffnet sich die Tür zu einer umfassenden Automatisierung und Digitalisierung des Schienengüterverkehrs in Europa.

Erfahren Sie auf den Folgeseiten mehr Details zum Forschungsprojekt DAK Demonstrator für den Schienengüterverkehr.